Ausbau des Langhauses 2004-2009



Als Voraussetzung für den endgültigen Innenausbau nach 1990 galt es zunächst, die verschlissene Außenhaut der Kirche instand zu setzen. Im Jahre 2004 fiel schließlich die Trennwand zwischen Chor und Langhaus. Damit waren beide Bauteile erstmals wieder als aufeinander bezogene Einheit erlebbar. Um eine effiziente Beheizung zu ermöglichen, wurde im Triumphbogen eine neue, transparente Abtrennung aus Stahl und Glas eingefügt.

Über längere Zeit war unklar, ob die vorhandene Holzdecke bestehen bleibt, oder ob die gotischen Kreuzrippengewölbe rekonstruiert werden sollen. Nachdem die finanziellen Mittel zur Verfügung standen, konnte der Gewölbeeinbau schließlich realisiert werden. Dieser Schritt bildete den eigentlichen Höhepunkt der Wiederherstellung. Weitere Arbeiten waren u. a. die Restaurierung der gotischen Nebenapsiden, der Einbau eines Windfangs vor dem Hauptportal mit anschließenden Treppenaufgängen zur Westempore, Belag des Fußbodens mit keramischen Platten, Einbau neuer Beleuchtungskörper sowie die Ausmalung des gesamten Raumes.

Die Gesamtkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro wurden zum großen Teil durch das Städtebauförderprogramm getragen. Ein Drittel davon war jedoch durch die Kirchgemeinde als Eigenanteil aufzubringen. Mit Unterstützung der Denkmalbehörden, der Stadt Chemnitz, des Fördervereins und vieler weiterer Förderer konnten die Mittel schließlich aufgebracht werden.

Mit der Fertigstellung des Kirchenschiffes von St. Jakobi konnte eine schmerzliche Wunde im neu entstandenen Stadtzentrum endlich geheilt werden. Das Ergebnis wird von den Einwohnern und Gästen in jeder Hinsicht positiv bewertet.

Langhaus mit Trennwand, 2000 Die Trennwand ist gefallen - 2004 Blick ins Langhaus, 2004 Südapsis, 2004 Eingerüstetes Mittelschiff, 2006
Beginn des Gewölbeeinbaus, 2008 Das Rabitzgewölbe entsteht Restaurierung der gotischen Schlusssteine im Ostjoch Anbringung der neuen Schlusssteine im Mittelschiff, 2009 - Baustelle -